Adiabate Abluftkühlung

Regenwasser kann zur Gebäudekühlung mittels der sogenannten adiabaten Abluftkühlung genutzt werden. Hierfür wird es im Abluftstrom versprüht, wodurch sich dieser abkühlt. In einem Wärmetauscher wird dann die warme Zuluft mit der kalten Abluft vorgekühlt, ohne dass ein Austausch zwischen den beiden Luftströmen stattfindet. Verfügt ein Gebäude über eine Wärmerückgewinnung für die warme Abluft im Winter, so kann diese hierfür genutzt werden, so dass lediglich die Befeuchtung zusätzlich installiert werden muss.

Bei Außentemperaturen bis 30 °C kann so ohne weitere technische Maßnahmen die Zuluft auf 20 – 22 °C abgekühlt werden. Auch bei höheren Temperaturen können erhebliche Energieeinsparungen gegenüber einer konventionellen Anlage erzielt werden. So wurde beispielsweise bei einer Anlage bei 38 °C Außentemperatur eine Einsparung von 70 % nachgewiesen. In Kombination mit Maßnahmen der passiven Gebäudekühlung, z. B. der Fassaden- und Dachbegrünung, und der Nachtauskühlung kann sogar auf eine konventionelle Kälteerzeugung verzichtet werden. Da die adiabate Abluftkühlung nur im Sommer erfolgt, ist eine parallele Nutzung des Regenwassers für andere Zwecke sinnvoll, jedoch sollte aufgrund der hohen Effizienz dem Einsatz von Regenwasser zur Kühlung immer der Vorzug gegeben werden.

Vorteile:

  • Kostengünstig (auch im Vergleich zur Nutzung von KWK-Abwärme oder solarer Wärme zur Kälteerzeugung)
  • 70 – 90 % Einsparung an Strom oder Fernwärme im Vergleich zu konventionellen Anlagen
  • Effektiv
  • Geringerer Salz- und Kalkgehalt des Regenwassers (im Vergleich zu Trinkwasser mit seinem höheren Salzgehalt reicht die halbe Wassermenge zur Erzeugung der gleichen Menge Kälte; regelmäßiges Absalzen des Wassers entfällt)
  • Einsparung von Wasser und Abwasser
  • Rückführung des Regenwassers in den natürlichen Niederschlags-/
    Verdunstungskreislauf [Senatsverwaltung Berlin (2010) S. 53 – 57]

Da bei der adiabaten Abluftkühlung Wasser im Abluftstrom versprüht wird, stellt sie eine potenzielle Quelle für luftgetragene Keime dar. Wichtige Hinweise zum hygienegerechten Betrieb solcher Anlagen finden sich in der Richtlinie VDI 2047, Blatt 2 „Rückkühlwerke – Sicherstellung des hygienegerechten Betriebs von Verdunstungskühlanlagen“.

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