Einsparung von Magnesium in der Stahlproduktion

Kategorie(n): Metall | Lebenswegphase(n): Werkstoffherstellung

In der Gießereiindustrie wird Magnesium für die Entschwefelung von Gusseisenschmelzen verwendet. Da Magnesium nur von sehr wenigen Ländern und zu über 80 % in China produziert wird, gilt es als kritischer Rohstoff mit hohem Versorgungsrisiko. Um die Abhängigkeit der Gießereiindustrie von Magnesium zu senken, hat das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte r³-Verbundprojekt SubMag, koordiniert vom Lehrstuhl für Eisen- und Stahlerzeugung an der Universität Duisburg-Essen, ein neues Entschwefelungsverfahren für die Gießereiindustrie entwickelt, das Magnesium durch andere Stoffe und mit einer neuen Technologie ersetzt.

Eine Herausforderung besteht darin, dass die Entschwefelung der Schmelzen aus logistischen Gründen in dem durch den betrieblichen Ablauf vorgegeben Zeitrahmen stattfinden muss. Außerdem kann durch weiteres Abkühlen bei längeren Verfahren das Vergießen der Schmelzen schwieriger bis unmöglich werden. Des Weiteren muss der Feuerfestverschleiß und die Abtrennbarkeit der Schlacke bewertet werden. Das entwickelte Verfahren funktioniert auf der Basis von Kalkmischungen, die der Schmelze zugegeben werden. Der Prozess wurde in einer Testphase bei der Eisengießerei Fritz Winter GmbH & Co. KG, erfolgreich erprobt. So ist es bisher gelungen 2/3 des im Standardentschwefelungsverfahren eingesetzten Magnesiums einzusparen. Die Umsetzung in einer großtechnischen Anlage wird auf der Basis der vorliegenden Daten untersucht.


Quelle(n):

BMBF-Fördermaßnahme r³; Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

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