Ressourceneffizientes Konzept bei der Wärmebehandlung von Buntmetallen

Kategorie(n): Metall, Digitalisierung | Lebenswegphase(n): Herstellung

Eine innovative Anlage zur Wärmebehandlung von Messing- und Kupferbändern im gasbeheizten Vertikal-Blankglühofen ermöglicht einen ressourceneffizienten Betrieb.
Durch die Integration eines Düsensystems in eine gasdichte Glühmuffel unter Schutzgasatmosphäre mit einem Wasserstoffanteil von bis zu 70 % werden Messing- und Kupferbänder sehr rasch und bei kurzer Ofenlänge erwärmt.

Aufgrund des hohen Reduktionspotenzials des Wasserstoffs im Zusammenhang mit der Hochkonvektion im Glühraum kann die Entfettung der Messingbänder vor der Wärmebehandlung und die sonst übliche Nachbehandlung durch das Beizen mit Schwefelsäure entfallen.

Die Abwärme wird zur Vorwärmung der Brennluft und zur Trocknung des Bandmaterials eingesetzt. Auf Grundlage einer jährlichen Produktionsmenge von 15.000 t können so 1.083.500 kWh (36 %) Energie und 522 t CO₂-Emissionen gegenüber der Altanlage eingespart werden (821.000 kWh Strom und 262.500 kWh Erdgas). Durch den Wegfall des Beizens und Entfettens kann darüber hinaus der Verbrauch von Schwefel- (6,7 t) und Salzsäure (9,2 t) sowie Natronlauge (11,5 t) reduziert werden. Zudem werden die Entsorgungsmengen der Abwassernachbehandlung mit 2.500 m³ Abwasser und 7,2 t Filterschlamm deutlich verringert.


Quelle(n):

BMU, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

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