PVC-Herstellung ohne Druckluftzerstäubung spart viel Energie

Kategorie(n): Kunststoffe, Fertigungstechnik, Produktionsinfrastruktur | Lebenswegphase(n): Werkstoffherstellung

In Europas größter Produktionsanlage für PVC-Kunststoffe spart die Vestolit GmbH durch Verzicht auf Druckluft jährlich 61.000 Megawattstunden an Energie ein, entsprechend etwa 30.000 Tonnen CO2-Emissionen. Das entspricht dem Jahresverbrauch von mehr als 15.000 Vier-Personen-Haushalten. Möglich ist die Einsparung durch die Umstellung von der energieintensiven Sprühtrocknung mit Zweistoffdüsen auf die innovative Scheibenzerstäubung für jährlich 400.000 Tonnen PVC. Die Sprühtrocknung der wässrigen Dispersion war bisher bei dem Verfahrensschritt der Polymerisation von Vinylchlorid (VC) zu Polyvinylchlorid (PVC) nötig. Sie bedeutet einen immensen Druckluftverbrauch, um die Zweistoff-Zerstäuberdüsen zu betreiben.

Das neue Verfahren der Scheibenzerstäubung führt Trocknungsluft durch eine Direktbefeuerung mit Erdgas in einen Trockenturm. Dort erzeugt eine mit hoher Drehzahl rotierende Zerstäuberscheibe möglichst kleine Tropfen zur Trocknung ohne Druckluft. Neben der Energieeinsparung wird der Ausschuss an PVC-Pulver deutlich verringert. Auch entfallen die häufigen Wartungsarbeiten an den Zweistoff-Zerstäuberdüsen und die Reinigungsarbeiten im Trockenturm. Der Rohstoff PVC-Kunststoff wird unter anderem zu Fensterprofilen, Bodenbelägen und Kfz-Unterbodenschutz weiterverarbeitet.


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