Multitemperaturkonzept für Lkw-Laderaum

Kategorie(n): Fahrzeuge und Verkehr | Lebenswegphase(n): Herstellung

Mithilfe der beim Unternehmen Lekkerland eingeführten Multitemperatur-Logistik werden nachhaltige Bündelungseffekte in den Logistikabläufen erreicht.

Vor Umsetzung der Maßnahme wurden die Kunden für verschiedene Sortimente mit mehreren unterschiedlichen Lkw beliefert. Um den Lieferprozess effizienter zu gestalten, ließ der Konzern spezielle Mehrkammerfahrzeuge entwickeln, die mit flexibel verstellbaren Temperaturzonen ausgerüstet sind: einen ungekühlten Bereich (über 7 °C), einen Bereich für Frischeprodukte (0 – 7 °C) und einen Tiefkühlbereich (unter -18°C). Dabei kommen bis zu elf quer und längs verschiebbare Wände im Lkw-Transportraum zum Einsatz, die eine bedarfsgerechte Anpassung der jeweiligen Transportvolumina ermöglichen. 2012 erfolgte schließlich die Umstellung von der Mehr-Stopp- auf die Ein-Stopp-Belieferung mit Sortimenten verschiedener Temperaturanforderungen. Dazu wurden auch die Touren für insgesamt 61.400 Kunden neu geplant. Pro Jahr werden durch die Umstellung insgesamt 260.000 Stopps und 3,4 Mio. Fahrtkilometer und Treibhausgasemissionen in Höhe von ca. 2.000 t CO2-äq eingespart. Die Liefermenge konnte zudem erhöht werden. Im Verhältnis zur Liefermenge beträgt die Kilometerreduzierung ca. 10 %. Zusätzlich zur Umstellung auf Mehrkammerfahrzeuge sind die Lkw mit Telematik-Tools zur Kommunikation in Echtzeit ausgerüstet. Sensoren in den Kühlbereichen des Frachtraums messen kontinuierlich die Temperatur. Die Daten werden vom Lkw in regelmäßigen Abständen mittels Mobilfunknetz an einen zentralen Server gesendet. Treten unerwünschte Temperaturabweichungen auf, löst der Server einen Alarm an die Geschäftsstelle und die Kommunikationsgeräte des Fahrers aus. Zudem wird der Vorgang in einem Protokoll automatisch dokumentiert. Mithilfe des Alarmierungssystems kann somit frühzeitig auf einen Temperaturabfall reagiert werden. Eventuell nötige Gegenmaßnahmen lassen sich dadurch rechtzeitig einleiten. So muss weniger Lieferware entsorgt werden. Das schont Ressourcen.


Quelle(n):

https://bit.ly/ 2TkKGzJ

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