Optimierte Disposition zur Steigerung der Materialeffizienz

Lebenswegphase(n): Herstellung

Zur Verbesserung der Materialeffizienz gibt es viele Ansatzpunkte. Einige davon verschieben einen Teil des Materialeffizienzverlustes lediglich im Wertstrom des Unternehmens. Daher sollten immer der Gesamtprozess und die Materialgesamteffizienz im Vordergrund stehen und nicht nur technische Aspekte Berücksichtigung finden. Zum Beispiel: Hohe Umlaufbestände entstehen, wenn aufgrund der Kapazitätsausnutzung mehr als nötig produziert wird. Dadurch liegen die jährlichen bestandsbedingten Materialeffizienzverluste bei 5,5 bis 9 % des Lagerbestandes. Das zeigt, dass durch den Bestandsaufbau schnell mehr Materialeffizienz eingebußt wird, als man an anderer Stelle durch Materialverlust reduzierende Maßnahmen gewonnen hat.
Zwei der wichtigsten logistischen Stellhebel sind die Architektur der Wertschöpfungskette sowie die nachfrageorientierte Disposition, da so das Risiko von Ausschuss wegen wegfallender Bedarfe oder Fehlplanungen (Fehldispositionsschrotte) minimiert wird.

Kleine und mittlere Unternehmen können seit August 2012 Innovationsgutscheine, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ausgegeben wurden, auch für eine qualifizierte Beratung zur Steigerung der Rohstoff- und Materialeffizienz einsetzen. Bis zu 50 % der Beratungskosten werden übernommen. Der Materialverlust soll von den externen Fachleuten entdeckt und entsprechende Verbesserungsvorschläge gemacht werden. In den bislang elf vom BMWi geförderten Materialeffizienzprojekten konnten die Materialverluste um maximal 29 % reduziert werden. Dies entspricht einer jährlichen Ersparnis von mehreren Hunderttausend Euro. Die meisten Materialeffizienzprojekte finanzieren sich also von selbst.


Quelle(n):

Vogel Business Media

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