Ressourceneffiziente Galvanik

Kategorie(n): Oberflächentechnik | Lebenswegphase(n): Herstellung

In vielen Bereichen von Industrie und Gewerbe existieren bislang noch nicht gehobene Effizienzpotenziale hinsichtlich energetischer und stofflicher Nutzung notwendiger Ressourcen. Oftmals können diese Potenziale durch eine Betrachtung des jeweiligen Gesamtsystems aus mehreren einzelnen Maßnahmen zusammengefasst werden und zu nennenswerten Einsparungen führen. Beispielsweise konnten in einem Galvanikbetrieb im hessischen Wetzlar nach einer Effizienzberatung verschiedene Ansatzpunkte identifiziert werden und führten nach entsprechender Umsetzung zu stofflichen und energetischen Einsparungen bei gleichzeitiger Steigerung der zu erreichenden Produktqualität.

Im Zuge der Errichtung eines Erweiterungsbaus wurde gezielt auf eine bedarfsabhängige Hallenbeleuchtung geachtet. Ebenso wurde ein Wärmekonzept umgesetzt, das u.a. die im Betrieb anfallende Abwärme zurückführt. Die Kosten, die durch den Verbrauch an Prozesschemikalien in Galvanikbetrieben entstehen stellen nach den Personalkosten den größten Kostenblock dar. Daher wurden verschiedene Maßnahmen getroffen, die zu einer Verringerung des Chemikalienverbrauchs führten. Insbesondere auf die Verschleppung von Säuren und Laugen wurde dabei ein besonderes Augenmerk gelegt. Ein sorgfältiges Abtropfen von Teilen wird durch ein elektronisch gesteuertes Abblasen ergänzt. Chemikalien verbleiben so dort, wo sie benötigt werden und eine Verunreinigung nachgelagerter Bäder wird verhindert. Hierdurch können längere Standzeiten realisiert werden. Ein Wägesystem ermittelt zusätzlich Massendifferenzen die durch die Verschleppung in Werkstückhohlräumen bedingt werden und lässt korrigierende Maßnahmen zu. In Verbindung mit einer bedarfsgerechten Zudosierung von Chemikalien in die jeweiligen Bäder gelang es dem Unternehmen die Ausschleppung um 60 Prozent zu reduzieren und die im Zusammenhang mit der Abwasseraufbereitung anfallenden Kosten um 40 Prozent zu reduzieren.


Quelle(n):

Nachhaltige Produktion, Ausgabe 1/2013, April 2013

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